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http://www.rp-technik.de/presse/presse20.htm
Für
einen Bürokomplex in Hallbergmoos bei München entwickelte RP Technik GmbH
eine neue Montagetechnik für die Stahl-Glas-Fassade in Elementbauweise von
insgesamt über 3.200m² Die
einzelnen Fassadenelemente haben eine Höhe bis zu 12 m und eine Breite über
5 m, also ca. 60 m² Fassade in einem Stück. Schon
immer war es das Ziel, im Fassadenbau möglichst große Elemente vormontiert
an den Baukörper zu bringen, um die Aufwendungen niedrig und die
Montagezeiten kurz zu halten. Bei
Aluminium sind durch folgende negative Fakten wie: RP
Technik GmbH Profilsysteme entwickelte das Konzept für eine rationelle
Fertigungs- und Montagemethode von Stahl-Glas-Fassaden aus Mega-Elementen. Dank
Stahl, mit seiner sehr geringen Neigung zur Durchbiegung aufgrund des
dreifach höheren Elastizitätsmoduls gegenüber Aluminium war es möglich,
aus dekorativ pulverbeschichteten Einzelkomponenten in einfacher
Stecktechnik zusammengesetzte Mega-Elementgrößen von 12 m Höhe und 5 m
Breite mit einem Gewicht von 2.7 t auf einer Montagevorrichtung in
horizontaler Lage in einem Stück vorzufertigen, komplett zu verglasen
(Abbildung)
Als
besonders schlankes Stahl-Glas-Fassadensystem wurde das RP-System
RP-ISO-hermetic 45 in Elementbauweise eingesetzt, da neben der großen Tragfähigkeit
auch die filigranen Ansichtsbreiten dem Architektenwunsch entsprachen. Eine
Besonderheit der Verschraubung der Glashalteleisten bei RP
Stahl-Glas-Fassaden mit dem tragenden Profilrahmen machte den Einsatz einer
speziellen Vakuumhebetechnik erst möglich, denn wenn ein solches Element über
das Glas angehoben wird, ist die Glashalteleistenverschraubung das kritische
Glied in der Kette. Bei
den RP-Fassadensystemen werden die Glashalteleisten mittels Bohrschrauben
direkt in den vollen Profilwandungen befestigt und ergeben in Bezug auf die
Ausreißkraft extrem hohe Werte. Sie liegen etwa doppelt so hoch wie bei
Stahl-Fassadensystemen mit Schraubkanal und konkurrenzlos zu den niedrigen
Auszugswerten von Aluminium-Fassadensystemen, besonders in
Schraubkanaltechnik. Somit
gestattet das Fassadensystem RP-ISO-hermetic 45 auch den einfachen Transport
aus der waagerechten Lage bis zum senkrechten Einbau an den Baukörper über
spezielle Vakuumhebegeräte. Der entscheidende Vorteil der
Vollverschraubungen in die Stahlprofilwand verkraftet somit auch die nicht
zu vermeidenden ruckartigen Bewegungen des Mega-Elementes durch den
Krantransport. Ein
Gerät für derartige Mega-Fassaden war nicht verfügbar und mußte somit
neu konzipiert werden (Abbildung).
Das
neu entwickelte Vakuum-Hebegerät ist modular aufgebaut und läßt sich
einfach an die jeweiligen Elemente anpassen, da die Quer-Tragrohre wie auch
die Sauger verschiebbar montiert sind. Das Vakuum-Hebegerät verfügt aus
Sicherheitsgründen über ein redundantes Vakuum-System
(2-Kreis-Vakuum-System). Jeder Vakuum-Kreis verfügt über ein eigenes
Kontroll-Vakuum-Meter und eigene Vakuum-Überwachungen. Zur
Montage des fertigen Elementes wird das Vakuum-Hebegerät horizontal auf das
Fassadenelement platziert. Am unteren Ende des Vakuum-Hebegerätes befinden
sich Aufstellfüße, über die das Element aufgericht wird, indem ein Kran
den oberen Teil des Vakuum-Hebegerätes langsam hochzieht (Abbildung).
Das
Aufrichten und Einhängen des fertigen Elementes beansprucht verhältnismäßig
wenig Zeit. In weniger als 15 Minuten sind 60 m² Fassadenelement komplett
installiert. Insgesamt
wird mit dieser Montagetechnik die Gesamtzeit der Montage gegenüber der
konventionellen Montageart um ca. ein Drittel reduziert. Darüberhinaus
wird durch die liegende Montageart der Mega-Elemente die Ferti-gungsqualität
gravierend verbessert. Die sonst nicht immer vermeidbaren Beschädigungen
wie Verkratzungen der Profile und der Gläser werden weitestgehend
ausgeschlossen. Insbesondere entfällt bei dieser Montageart die komplette kostenintensive und den Bauablauf behindernde Einrüstung des Baukörpers, da die Anbindungen an den Baukörper je Stockwerk von innen erfolgen. Damit hat RP Technik im Stahl-Glas-Fassadenbau neue Maßstäbe gesetzt.
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